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Zusammen mit unseren Freunden Wolfram und Anja, Marlies und Winfried, Rolf, Marion und Gaby begaben wir uns auf unsere Harley Dream Tour, diesmal durch den Osten der USA. Die Tour wurde von unserem Head Road Captain Wolfgang lange geplant und wir konnten es kaum noch erwarten, endlich zu starten. Unsere Reise führte uns durch 11 Bundesstaaten; ab Chicago entlang des Lake Michigan bis nach Kanada, durch die Neuenglandstaaten Vermont, New Hampshire, Maine, Massachusetts und Rhode Island an die Ostküste über Boston bis nach New York City.
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Angekommen in Chicago stand erstmal Sightseeing auf dem Programm. Die Stadt empfing uns freundlich, sauber, voll (wegen Labour Day) aber dennoch relaxed und hat uns völlig begeistert. Bei herrlichem Sommerwetter erkundeten wir die Sehenswürdigkeiten von „The Windy City“, bevor wir bei Eagle Rider unsere Bikes abholen wollten. Leider gab es in der Nacht ein heftiges Unwetter und Eagle Rider wurde mitsamt unserer Leihmaschinen geflutet. Nach 7 Stunden Ungewissheit hatten jedoch alle ein fahrbereites Moped und wir konnten erleichtert unsere erste Etappe nach Milwaukee starten. Ein Muss für jeden Harley-Fahrer ist hier natürlich die Besichtigung des Harley-Davidson Museums. Die Ausstellung zeigt eine wunderbare Zeitreise durch die HD-Geschichte mit vielen Vintage-Exponaten.
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Von hier aus führte uns unsere Reise weiter nordwärts, entlang des Lake Michigan über Bilderbuch-Strecken vorbei an riesigen Wäldern, idyllischen Kleinstädten und ländlichem Farmland bis nach Kanada. Wir erreichten Toronto, die größte Stadt Kanadas. Unser Hotel bot zwar einen Parkservice an, das galt jedoch nicht für Motorräder. Nach zähen Verhandlungen bekamen wir jedoch EINEN Parkplatz zugewiesen, auf den wir unsere Mopeds quetschen konnten. Vom berühmten CN-Tower aus verschafften wir uns zunächst einmal einen Überblick und lernten Toronto als eine vielfältige Multikulti-Metropole kennen.
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Weiter ging es zu einem Naturwunder der besonderen Art: die weltberühmten Niagara-Fälle zogen uns mit ihren gewaltigen Wassermassen in ihren Bann. Nachdem unsere ausgiebigen Foto-Sessions beendet waren, passierten wir die Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten über die bekannte Rainbow-Bridge. Nach einem Tag mit üblem Sturzregen fuhren wir weiter durch das entzückende Vermont und New Hampshire durch die White Mountains nach Maine. Die Bäume begannen sich bereits zu verfärben und die ersten Kürbisse standen vor den Häusern. Es war tatsächlich wie in einem Bilderbuch und die Straßen wie für Harleys gebaut! Der Hurrikan Florence bestimmte die Nachrichten, beeinträchtigte uns jedoch nicht weiter.
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Ein besonderes Highlight war für uns die Fahrt durch die spektakuläre Küstenkulisse des Acadia Nationalparks – grandios und überwältigend, einer der schönsten Orte unserer Reise! Es ist der einzige Nationalpark in Neuengland und gehört zu den meistbesuchten Parks in den USA. Die sehenswerte Kleinstadt Bar Harbor begeisterte uns mit malerischem Ausblick auf die Berge, typischem New England-Charme und frischem Hummer 🙂
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Entlang der Ostküste ging es weiter bis nach Boston – oder besser gesagt bis kurz davor – und wir steckten erstmal im Rush-Hour-Stau fest. Kein Vergnügen mit den Mopeds in einem 8-spurigen Tunnel… Endlich angekommen, begeisterte uns Boston dennoch als eine der ältesten und kulturellsten Städte der USA. Ihre zentrale Rolle im Unabhängigkeitskrieg wird auf dem Freedom Trail ersichtlich. Beeindruckt erkundeten wir diesen 4 km langen Rundweg vorbei an historischen Stätten, die die Gründungsgeschichte des Landes illustrieren.
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Unsere letzte Tour führte uns durch das zauberhafte Connecticut nach New York City. Beim Harley Dealer in Long Island City wollten wir unsere Mopeds abgeben. Leider hatte der Dealer an unserem angekündigten Ankunftstag geschlossen und wir mussten die Bikes zu unserem Hotel in Midtown mitnehmen, was uns kurzzeitig in eine Schockstarre versetzte. Mit den Harleys unfreiwillig durch das Verkehrschaos von New York zu fahren, hatten wir so nicht geplant, erwies sich aber im Nachhinein als ein spektakuläres Erlebnis. Bedauerlicherweise war unser Hotel nicht auf Gäste mit Motorrädern eingerichtet, somit war die hoteleigene Tiefgarage nur für Autos vorgesehen. Es halfen weder gezielt eingesetzte Bambi-Blicke, noch Telefonate mit dem Manager oder großzügige Bestechungsversuche, wir mussten wieder raus und für 7 Mopeds mitten in New York City eine Parkmöglichkeit finden. Aber auch diese Herausforderung meisterte unser Head Road Captain bravourös!
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Beeindruckt erkundeten wir die Sehenswürdigkeiten dieser gigantischen Stadt. Der Ausblick vom „One World Trade Center“ war einfach atemberaubend. Ehrfurchtsvoll standen wir an den mächtigen Wasserfällen, die am Fuß des Turms als Mahnmal für 9/11 in die Tiefe rauschen. Wir bewunderten die Freiheitsstatue und die einzigartige Skyline von Manhatten bei einer Bootsfahrt über den Hudson River, spazierten durch den weitläufigen Central Park und über die 5th Avenue, vorbei an prachtvollen Gebäuden und luxuriösen Geschäften.
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Hier endete nun leider auch unsere Reise. Was für Abenteuer haben wir wieder erlebt. Nach 4000 glücklichen Kilometern sage ich DANKE an alle, die uns begleitet haben und an unseren HRC Wolfgang, der diese Tour wieder ausgearbeitet und geführt hat. Der unendliche Himmel Amerikas und jeder Augenblick dieser Reise wurden nun zu einer unvergesslichen Erinnerung und dem Wunsch, erneut in die Freiheit aufzubrechen, denn – NACH der Tour ist VOR der Tour…..