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Das muss man unserem Safety Officer Winnie lassen, wenn er ruft, dann kommen sie, die Neuen, die Wiedereinsteiger, die alten Hasen, und die, die sicher sind, dass ein Motorrad Sicherheitstraining niemals sinnvoller ist, als zu Beginn einer langen Saison mit tausenden von Kilometern auf zwei Rädern.

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42 dieser vorab beschriebenen Spezies sammelten sich an einem noch kühlen Sonntagmorgen des 10. April 2016 mit ihren Harleys auf dem weiträumigen Übungsgelände des ADAC in Weilerswist.

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Die üblichen, durchaus körperbetonten Begrüßungsrituale in Kombination mit einer heißen Tasse Kaffee und einem leckeren Brötchen im Foyer zauberten auch den Morgenmuffeln schon mal den Anflug eines Lächelns in die die noch schlaftrunkenen Bäckchen.

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Eingeteilt waren diesmal alle in sogenannte Special Gruppen von 1-4, und diese verschwanden dann mit ihren Trainern in die jeweiligen Seminarräume, um sich auf das Training und den Tag einzustimmen. Die hier definierten Erwartungshaltungen an die Übungen stimmten wohl weitestgehend überein, denn das Brems,- Kurven,- und Ausweichverhalten ist aus rein physikalischen Gründen beim Motorrad nun mal ganz anders als bei einem Auto. Nur, dass der ein oder andere kleine Fehler von vier Rädern eher verziehen wird, als von zwei. Diese Erfahrung haben wir doch alle schon mal gemacht, oder? Ein Erlebnis mit garantiert hoher Herzfrequenz und Schnappatmung ist immer wieder das Bremsen auf nasser Fahrbahn. Wie ruhig manche Gruppen werden, wenn der Trainer die Wasserberieselung einschaltet.

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Genau diese Schwerpunkte begleiteten alle 4 Specialgruppen den ganzen Tag, hin und wieder unterbrochen von einer Kaffeepause, oder dem Mittagessen, zu dem wir in diesem Jahr vom ADAC eingeladen wurden. Nach der Mittagspause konnten wir noch einem Stuntfahrer zusehen, der uns mit seiner Suzuki eine artistische und atemberaubende Action vorführte. Eine willkommene Abwechslung, aber sicher nicht zur Nachahmung empfohlen.

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Im weiteren Verlauf des Nachmittags war die mentale, aber auch die körperliche Anstrengung dem ein oder anderen doch schon anzusehen. Kein Wunder, viele Stunden höchste Konzentration, Übungen, bei denen auch individuelle Grenzbereiche berührt wurden, dazu das häufige Auf- und Absteigen, wenn die Trainer etwas erklären mussten, das forderte seinen Tribut. Die Begleitmusik zu diesen Grenzbereichen lieferte manches Trittbrett, dessen Kreischen über dem Asphalt von Schräglagen nahe der Schmerzgrenze zeugte. Großen Spaß an dieser Begleitmusik hatte offensichtlich und gut hörbar unser Karl, der seine Heritage mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht nur so durch die Kurven drosch. Eine Sinfonie in Kreisch und Moll, komponiert und vertont von Karl von Herz, Köchel Verzeichnis 1267

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Aber, so gegen 17:00 Uhr legte sich Ruhe über den Platz. Das Sicherheitstraining 2016 war beendet, und 42 müde, aber glückliche „Specialities“ nahmen mit stolz geschwellter Brust auf der Terasse ihre Teilnahmeurkunden entgegen. Die einen ihre fünfzehnte, andere ihre erste. Wichtig ist nur, dass alle ihre persönlich gemachten Erfahrungen nicht in die Schublade legen, sondern das gelernte und geübte pro-aktiv in die bevorstehende Saison mitnehmen.

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Am anderen Morgen lese ich beim Frühstück in meiner Zeitung:

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Tragischer Motorradunfall in Uedem

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Am Niederrhein ist ein Motorradfahrer gegen einen Traktor gefahren. Er kam dabei ums Leben. Seine Frau fuhr auf ihrem Motorrad dahinter. In diesem Jahr kamen schon viele Biker bei Unfällen auf NRW Straßen ums Leben

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Und genau hier wurde mir die Notwendigkeit des jährlichen Sicherheitstrainings wieder bewusst, und deshalb liebe Freunde:

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HABT SPASS, ABER FAHRT SICHER – IMMER!

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Das wünscht sich nicht nur unser Safety, sondern auch

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Euer Editor

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Jürgen

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P.S. Großen Dank an das Trainer Team, wir freuen uns auf euch in 2017

 

 

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