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Vorwort

Ich hätte noch lange und viel schreiben können, über diese wunderbare Auftakttour 2016, an die wir uns sicher noch lange, und mit einem Lächeln im Gesicht erinnern werden. Vielleicht tragen die folgenden Zeilen, und vor allem die großartigen Bilder ja dazu bei, dass das Lächeln sich lange hält.

 

Immer wenn ich gefragt wurde, wo denn diesmal unsere Saisonauftakttour 2016 hinginge, antwortete ich natürlich wahrheitsgemäß: „nach Papenburg“. Und prompt kam die reflexartige Bemerkung: „Ah, zur Meyer Werft!“ Papenburg und seine Meyer Werft ist eine Verbindung, die jeder kennt, und untrennbar mit dem Bild riesiger und wunderschöner Kreuzfahrtschiffe verbunden ist. Unser Dealer Karl von Herz hat uns dieses Städtchen an der Ems (12.500 EW) als Tour Ziel empfohlen, weil er hier familiäre Wurzeln hat, auf die ich noch näher eingehen werde. Aber, der Reihe nach:

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Tag 1

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Am Donnerstag, den 05.Mai starteten in Köln bei herrlichstem Sonnenschein zwei Gruppen zu je über 20 Harleys unter der bewährten Leitung unserer RC Uwe und Wolfgang. Über verschiedene, sogfältig ausgearbeitete Routen ging es stur gen Norden. Mehr als 40 Bikes und über 60 Member wollten gesichert ans Ziel gebracht werden, was in dieser Rudelstärke schon eine anspruchsvolle Herausforderung war. Aber, und ich greife vorweg, alles ist gut gegangen. „Nein, nicht alles“, würde unser Safety Winnie jetzt einwerfen, denn der Gott des Luftdruckes beschloss mitten in der Perle des Ruhrgebiets, in Castrop-Rauxel, den Vorderreifen seiner Road King zu verlassen und dadurch eine Weiterfahrt nachhaltig zu unterbinden. Also, erst einmal Stopp für alle, Klärung der Sachlage und dann die logische Entscheidung, das Bike nebst Winnie vom ADAC zurück nach Köln bringen zu lassen. Der Tross von ca. 23 Bikes hinter Wolfgang setzte sich nach diesem unfreiwilligem Halt wieder in Bewegung, und es war allen vollkommen klar, dass unser Winnie nachkommen würde, nur nicht auf zwei, sondern auf vier Rädern.

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Mal mit, mal ohne Droppen ging es ruhig und entspannt über plattes Land weiter. Natürlich nicht ohne Pausen, weil auf so einer Fahrt nicht nur Benzin verbrannt wird, sondern auch eine Menge Kalorien. Das hierbei entstehende Defizit muss ausgeglichen werden durch Grundnahrungsmittel wie: Kuchen, Eis, Fleisch, Kaffee. Egal wo wir hielten, wir zogen die Aufmerksamkeit sofort auf uns. Ein Rudel chromblitzender Harleys ist immer ein Hingucker vom allerfeinsten.

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Ständiger Begleiter, übrigens während der gesamten drei Tage, war die Sonne, und diese lachte immer noch, diesmal vom Papenburger Himmel, als Wolfgangs Truppe so gegen 16:30 Uhr vor dem Hotel Alte Werft eintraf. Kurzes Strecken der Glieder, Abpacken, und als die ersten ihre Zimmerschlüssel bekamen, traf auch Uwes Rudel ein, um die letzten noch vorhandenen Parklücken vor dem Hotel zu füllen. Ein leichtes Entsetzen in den Gesichtern einiger, schon älterer Hotelgäste veranlasste mich diese mit den Worten: „keine Angst, wir sind ganz lieb, wir wollen nur spielen“ zu beruhigen.

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Zum Genuss des ersten Bierchens im Biergarten trug sicherlich das alte Kesselhaus auf dem Hotel Gelände bei. Hier konnten wir unsere Schätzchen (ich meine die Harleys!) sehr bequem und unter Verschluss parken. Als alle ordentlich und in Reih und Glied abgestellt waren, hatte das schon etwas, über 40 Harleys ganz allein in dieser weiträumigen alten Industriehalle. Es sei am Rande erwähnt, dass der Hotelkomplex, sowie alle noch vorhandenen Gebäude zur alten Meyer Werft gehören.

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Voll des Lobes waren alle über die schönen und geräumigen Zimmer, sowie über das herrliche Buffet, dass wir dann abends, natürlich geschniegelt und gestriegelt im Hotel Restaurant „Schnürboden“ in bester Stimmung genießen durften. Auf dem Teller Lachsforelle und Saibling Filet an Spitzkohlgemüse mit Schrappkartöffelchen, über uns die alten Werftkräne. Ein echtes Event Hotel!

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An Helene:

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„Ja, Helene, das war schon was anderes als dein Grießbrei mit Zimt und Zucker bei dir in der Küche. Unter mir Linoleum und über mir drei Wäscheleinen mit nassen Stützstrümpfen.“

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Der erste wunderbare Abend klang aus, wie wir es uns insgeheim gewünscht hatten, nämlich bei angenehmen Temperaturen und bester Geselligkeit im Biergarten. Herz, ( gemeint ist die Pumpe!) was willst du mehr!

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Tag 2

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Lecker Frühstück, Rolltor am Kesselhaus hoch, und wieder ging es auf die Piste. Wolfgangs Route führte nach Norddeich zum Nordseeluft schnuppern und Krabbenbrötchen essen, Uwe fuhr die sogenannte Fehnroute. Wenn man sich die Bilder betrachtet, hatten beide Teams eine Menge Spaß und konnten großartige Eindrücke von diesem Teil der Republik sammeln. Für mich persönlich ein besonderes Erlebnis, denn der luftdrucklose Winnie beehrte mit seinem gedokterten Popo meinen Sozius Sitz. War mir eine Freude und eine vollkommen neue Erfahrung, lieber Safety! Beide Gruppen sammelten sich nach ihrem Ausflug dann so gegen 17:30 Uhr in Leer, Ostfriesland, in der Texas River Ranch. Eine großartige Location für das Abendessen hungriger Biker. Alles im Western Style, rustikale und authentische Saloon Atmosphäre am Ufer der Ems, die unser Dealer Karl und seine Freunde nutzten, um ca. 50 Meter von der Terrasse entfernt, ihr Schiff festzumachen, und sich dann in der schönen Abendsonne über gegrilltes herzumachen. In Leer kommen die Cowboys eben manchmal mit dem Schiff. Wenn das der alte Wyatt Earp gesehen hätte. Gut gestärkt fuhr dann der gesamte Tross, begleitet von einer milden Abendsonne, ca. 20 km zurück nach Papenburg, um hier den wunderbaren zweiten Tag wieder im Biergarten ausklingen zu lassen.

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Tag 3

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Der Samstag stand ganz im Zeichen der Besichtigung der Meyer Werft, die für 12:30 Uhr terminiert war, so dass wir den gesamten Vormittag sehr entspannt verbringen konnten, wohl wissend, dass unsere Harley ja im alten Kesselhaus bestens aufgehoben waren. Nach dem Frühstück noch schön abhängen im Biergarten: Freunde, daran werden wir noch oft zurückdenken! Ich erinnere euch mal im November daran. Um 12:00 Uhr wurden wir vor zwei Bussen von einer Dame und einem Herrn empfangen, die sich als unsere Reiseführer vorstellten und uns schon auf der kurzen Hinfahrt im manchmal herrlichstem Plattdütsch auf die Werft und ihre bemerkenswerte Historie einstimmten. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, das gesamte Besucherzentrum und den Blick in die riesigen Montagehallen näher zu beschreiben, aber eins sei gesagt. Wir haben jede Sekunde dieser Führung genossen, und ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass wir vor Begeisterung über diesen Einblick in einer der berühmtesten Werften der Welt förmlich aus den Schuhen sprangen. Ein unvergessliches Erlebnis! Erst jetzt wird diese Symbiose aus Papenburg – Meyer Werft, bzw. Meyer Werft – Papenburg so richtig klar. Die Bilder sprechen für sich.

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Wieder angekommen am Hotel hieß es auch schon rein in die Motorrad Klamotten, rauf auf die Bikes, um sich 50 Meter weiter in der vollen Pracht und Herrlichkeit des besten HOG Chapters der Welt, einem Pressefotografen zu stellen. Schaut es euch in der Bildergalerie an und seid stolz auf diese prachtvolle Kulisse, denn das sind WIR! Danach der nächste Termin und zwar sind wir dann mit allen Bikes die mörderisch anstrengende Strecke von 500 Meter zu Hennings Yachtbau gefahren. Die feierten an diesem Tag ihr 25-jähriges Jubiläum und wir wurden eingeladen uns dort zu präsentieren. Unser Karl hat zu diesem Haus ein besonderes Verhältnis, weil die ihm vor zwei Jahren seine „kleine Jolle“ gebaut haben. Auch hier wieder Fotos, Interview für die örtliche Presse, und dann in geschlossener Formation die Straße runter, den Fotografen entgegen. Wir ließen es uns nicht nehmen noch eine kleine Parade durch die Papenburger Innenstadt, vorbei an gut besuchten Cafés und Eisdielen zu fahren. Eine erkennbare Freude, geschweige denn Begeisterung, war jedoch bei den hier sitzenden oder flanierenden Menschen nicht erkennbar. Vielleicht habe ich aber auch vom Norddeutschen Temperament zu viel erwartet.

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Ja, und dann, dann ging es in ein Industriegebiet namens von Herz und das verdient ein paar besondere Zeilen, wie ich es ja eingangs dieses Berichtes schon erwähnt hatte.

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Von Herz heist doch auch unser Dealer, genauer gesagt, Karl Jörg von Herz, und was hat dieser, unser Karl Jörg von Herz denn nun mit dieser von Herz Straße in Papenburg zu tun? Vor ungefähr zwei Jahren entdeckte Karl diese von Herz Straße rein zufällig bei einem Papenburg Besuch, und da er ein logisch denkender Mensch ist, sagte er sich, wenn der Name von Herz ja nicht zu den Allerweltsnamen gehört, dann lohnt es sich doch vielleicht mal nachzuforschen,ob es sich nicht um einen ihm bisher unbekannten Zweig seiner Familie handelt. Das Ergebnis kürze ich mal ab, weil man die näheren Einzelheiten in einem entsprechenden Zeitungsartikel nachlesen kann. Siehe Bild Nr. 262

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Die von Herz Straße wurde benannt nach Lübertus von Herz, einem Papenburger Lehrer, der von 1883 bis 1921 dort unterrichtete, und mit einer Papenburgerin verheiratet war. Eines der 12 Kinder, die dieser Ehe entsprangen, war Lambert von Herz, und genau dieser Lambert war der Urgroßvater unseres heutigen, und noch sehr lebhaften Karl Jörg von Herz. Die von Herz Straße liegt übrigens ganz in der Nähe der damaligen Schule. Das alles kann man nachlesen in einem Buch, mit dem schönen Titel „Straßen erzählen“. das unser Karl am Samstagabend noch von einem Papenburger Hobby Historiker überreicht bekam. Eine wunderbare Geste, und für Karl sicher ein auch emotionaler Höhepunkt dieser Reise zu seinen familiären Wurzeln. Hierbei kam heraus, dass es sogar noch bisher unbekannte Familienverbindungen in die USA geben soll. Wer weiß, welches Erbe dort noch wartet?

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Also, lieber Karl, wenn du dort näher forschen willst, das 5th Season Chapter begleitet dich sehr gerne. Da sind wir an deiner Seite und beschützen dich!

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Auch für uns alle näherte sich an diesem Abend natürlich das Ende unserer Saison-Auftakttour 2016. Michael Erken wurde noch einmal mit Gesang und Kerzen gefeiert, weil er Geburtstag hatte, wir ließen uns noch ein sehr leckeres „friesisches Buffet“ munden, und dann beendeten wir auch diesen wunderbaren Tag im noch warmen Biergarten, behütet von großen Bäumen unter leise raschelndem Blätterdach.

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Der Sonntag begrüßte uns alle mit wieder herrlichem Sonnenschein und nach einem guten Frühstück ging es ans Packen. Schnell leerte sich das alte Kesselhaus, als wir in zwei Gruppen die Heimreise antraten.

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Auf Wiedersehen Papenburg, wir behalten diese Tour sicher in Erinnerung als eine der schönsten Touren der letzten Jahre.Und ein ganz besonderer Dank gilt dem Azoren Hoch, dass uns diese Tage mit herrlichstem Sonnenschein beglückte.

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Jürgen

 

 

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