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Da sage noch einer, Abschlußtour geht nur im Regen. Von wegen, wir können das auch bei strahlendem Sonnenschein!

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Samstagfrüh, den 05. Oktober setzt sich Stephan W. mit der Gruppe der Frühaufsteher in Bewegung Richtung Hessen. Die Langschläfer und Frostbeulen wollen erst etwas später zur Mittagszeit sich mit Uwe auf die Bikes schwingen. Als wir uns beim Dealer gesammelt haben und gerade losfahren wollen, erreicht uns plötzlich die Nachricht, daß Stephan verunglückt ist. Nach Minuten der Verwirrung in Köln und einigen Telefonaten zwischen beiden Gruppen ist die Situation schnell geklärt und wir können feststellen, daß Stephan schnelle und professionelle Hilfe zu Teil wurde auch Dank eines Notfall-Warnsystems, daß er sich noch vor kurzer Zeit zugelegt hat. Der Beweis der Tauglichkeit hätte ja nicht so zügig erfolgen müssen.

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Wir sind natürlich alle sehr betroffen, sind aber beruhigt, daß Stephan offenbar keine schwerwiegenden Blessuren abbekommen hat, wenn man mal von einem gebrochenen Unterarm absieht. Sein Roß hat es wohl schlimmer erwischt. Wie wir später erfahren, ist sein Schlachtroß wohl auf glatter Straße mit den Hufen ins Rutschen gekommen, hat gebuckelt und dann den Reiter schließlich unsanft abgeworfen, bevor es selbst einige Purzelbäume im Acker ausführte. Die Frage, ob das Roß noch zu retten ist oder daraus Sauerbraten wird, wird zurzeit noch geklärt.

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Aber Spaß beiseite, Ivonne und wir alle sind froh, daß Stephan diesen Crash so glimpflich überstanden hat.

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Ich will nicht unerwähnt lassen, daß Horst sich bei Stephans Sturz wohl so erschreckte, daß er sich kurzerhand beinahe neben ihn legte. Im Unterschied zu Stephan, leidet Horst aber lediglich an angekratztem Selbstbewußtsein, was nach jedem Sturz eine logische Reaktion ist. Sein Roß hat aber die Rutschpartie mit ihm unbeschadet überstanden.

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Während Stephan und Ivonne jetzt erstmal mit dem Krankenhaus beschäftigt sind, fahren Rolf und Stefan H. nach Staufenberg und Uwe startet in Köln die Tour durch das Bergische Land. Das Wetter ist traumhaft schön und überführt den diesjährigen wunderschönen Sommer in einen wahrhaft „Goldenden Oktober“. Entlang herrlich gewundener Straßen reiten wir mal auf mal ab durch die Auen, entlang der Felder durch sich langsam herbstlich verfärbende Wälder, um nach einer kleinen Pause, bei der wir uns mit leckerem Eis für den Rest der Strecke stärken, an unserem Ziel, der Burg Staufenberg einzulaufen. Wir werden schon sehnsüchtig von unseren Freunden erwartet und nach kurzem Einchecken können wir uns gemeinsam im Terrassencafé den Staub von der Kehle spülen. Nach einer solchen Anreise haben wir uns einiges zu erzählen. Als wir uns schon langsam mit dem Gedanken befassen, unsere ausgehungerten Mägen mit leckeren Speisen zu füllen, fährt plötzlich Ivonne mit ihrem Auto im Hof ein und heraus steigt der Ritter mit der blauen Hand, unser Stephan. Dank der im Krankenhaus reichlich verabreichten Schmerztabletten, ist Stephan den Rest des Abends recht lustig. Die Kombination mit alkoholischen Getränken trägt wohl ihr Übriges dazu bei.

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Am Abend zur siebten Stunde empfangen uns die Burgfräulein im Rittersaal zu einem köstlichen 5-Gänge-Menü. Begleitet vom Schergen-Trunk, einem leckeren Königsmet und allerlei süffigem Gersten- oder Rebensaft lassen wir es uns den ganzen Abend schmecken. Es entwickelt sich ein wunderschöner und kurzweiliger Abend mit teils tiefgründigen Gesprächen, sofern die Zunge das noch schafft, oder einfach nur netten und lustigen Geschichten, die wir uns zu berichten wissen. Im Laufe der Jahre hat das Leben halt eine Menge Geschichten angesammelt. Und wenn es dann noch mehrheitlich nette Geschichten sind, ist an einem solchen Abend immer für Unterhaltung gesorgt.

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So langsam läßt wohl bei Stephan die Wirkung der „Lustigmacher“ nach und er verabschiedet sich in sein Gemach. Die letzten Getränke werden noch gebracht, die letzten süßen Speisen noch verzehrt, dann werden auch schon die Lieder langsam schwer. Der Tag war lang und anstrengend und so suchen wir gegen Mitternacht alle unsere Gemächer auf.

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Am Sonntagmorgen beginnt der Tag mit einem reichhaltigen Frühstück. Über Nacht sind dicke Wolken am Himmel aufgezogen, die jetzt die Sonne verdecken. Wir entschließen uns, die Rückfahrt nicht zu früh zu starten, um der Sonne die Chance zu geben, sich doch noch durchzusetzen. Sicherheitshalber ziehen sich einige doch die Regensachen an, zumindest als Kälteschutz, da es doch merklich abgekühlt ist.

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Noch letzte Abschiedsfotos und schon geht’s auf nach Hause. Uwe führt uns mit einer solchen Beständigkeit von einem Regenschauer in den nächsten, daß mir bald schon der Spitzname „Commander McCloud“ dazu einfällt. Aber bevor wir gänzlich naß werden, findet unser Road Captain dann doch noch die Lücke in den Wolken und so trocknen unsere Regensachen rechtzeitig vor dem Verstauen in die Packtaschen. An das leibliche Wohl hat Uwe selbstverständlich auch gedacht. Ein Café mit tollen Kuchen läßt keine Wünsche offen.

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Unterwegs stellt Peter, Gabriele’s neuer Partner, bei einem kleinen Stopp fest, daß er wohl die „umwerfendste Frau“ des Chapters kennengelernt hat. Aber das ist nur etwas für Eingeweihte und soll hier nicht weiter vertieft werden.

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Bei herrlichem Sonnenschein und langsam wieder steigenden Temperaturen verlassen wir Hessen, schlängeln uns wieder durch das Bergische Land und erreichen schließlich bei Moitzfeld die A4. Hier verabschieden wir uns voneinander. Es war ein tolles Wochenende. Wir sehen uns bald wieder. Nutzt die letzten Tage des Goldenen Oktobers, bevor die triste Jahreszeit beginnt.

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Stephan wünsche ich eine baldige Genesung. Du wirst sicher bald ein neues Stahlroß dein eigen nennen.

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Nach der Abschlußtour ist vor der Weihnachtsfeier!

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In diesem Sinne sagt Euch allen

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Live to Ride, Ride to Live

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Euer Fred

 

 

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