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„Was ist wichtiger?“

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fragte der Panda,

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„Der Weg oder das Ziel?“

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„Die Weggefährten“,

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sagte der kleine Drache.

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Liebe Chapterfreunde,

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dieses Jahr hat uns einiges abverlangt. Vieles war anders als gewohnt und die wenigsten von uns konnten zu einer Normalität zurückkehren. 2020 war in vielerlei Hinsicht beispiellos: beispiellos für uns als Chapter, beispiellos aber auch für jeden einzelnen von uns.
Wenn dieses Jahr trotz aller Widrigkeiten zumindest eines gezeigt hat, dann: Wir als Harley-Biker, Freunde und Chaptermember schmieden selbst das Schwert, mit dem wir uns durch diese ungewohnte Zeit schlagen. Unsere Motivation gilt der Zuversicht und der Hoffnung, daß wir die unsicheren Zeiten bald hinter uns lassen.

Wer hätte zu Beginn des Jahres gedacht, daß die meisten von uns ihren Beruf im Homeoffice ausüben, und das nun schon beinahe das ganze Jahr über. Und obwohl bei manchem sich aus Mangel an Bewegung sicherlich das Ränzlein Corona-bedingt etwas stärker als gewünscht ausgebildet hat, so stellte ich im Laufe des Jahres fest, daß unser Chapter doch jede freie Minute genutzt hat, die Harleys auf den Asphalt zu bringen. Unser Head Road Captain wird sich gewiß wundern, wieviele Meilen so zustande gekommen sind.

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Januar
Es sollte ein Jahr werden, an das wir uns alle noch lange erinnern werden.
Wie unbeschwert feierten wir Silvester und empfingen das Jahr 2020 voller Erwartung auf ausgelassene Fröhlichkeit und tolle Ausfahrten mit unseren Bikes. Viele hatten tolle Urlaube im Laufe des Jahres geplant und bereiteten sich schon akribisch darauf vor.
Auf unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung standen satzungsgemäß Vorstandswahlen an. Fred wurde als neuer Assistant Director und Angela als Secretary in den Vorstand gewählt.

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Februar
Harley Davidson Köln feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Das wird in Mülheim gebührend gefeiert, mit Probefahrten, Zubehöranbietern, Livemusik und einem Traum von Jubiläumskuchen, der eigentlich zu schade war, den gefräßigen Schleckermäulern zum Opfer zu fallen.
Darüberhinaus stand der Februar ganz im Zeichen des Karneval. Ausgelassenheit war angesagt. Schließlich ist das jetzt die fünfte Jahreszeit, der Namensgeber des „5th Season Chapter Cologne“. Natürlich gibt es auch die allseits bekannten „Karnevals-Flüchtlinge“, die lieber die Zeit nutzen, sportlich aktiv die Skipisten hinunter zu brettern. Niemand konnte ja ahnen, daß sich daraus der Start in ein bisher unbekanntes Corona-Jahr entwickeln würde. Heinz und Hannelore bestaunten die Polarlichter auf Island, ein beeindruckendes Erlebnis.

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März
Während Barbara und Stefan sich die südliche Hemisphäre inklusive Antarktis und Neuseeland näher betrachteten, begaben sich Angelika und Uwe auf den Weg nach Australien. Der Corona-Virus breitete sich langsam weltweit aus und in Deutschland begann die Zeit der Hamsterkäufe. Toilettenpapier schien das Lebensnotwendigste für den Deutschen zu sein. Zum Glück lachte uns schon die wärmende Sonne vom Himmel und ermöglichte den ersten Hartgesottenen erste Touren ins Bergische Land. Wir mußten lernen, uns nur noch in kleinen Gruppen und in gebührendem Abstand zu bewegen. Wir alle wollten die schrecklichen Zustände, die in Italien herrschten, nicht auch in Deutschland erleben.

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April
Der erste Lockdown wird verhängt. Wir gewöhnen uns daran, Mund-Nasenschutz zu tragen und Abstand zu wahren. Die ersten Urlaubspläne mußten schon über Bord geworfen werden. Damit uns die Decke nicht auf den Kopf fällt, hat Winnie eine glorreiche Idee. Er beginnt mit dem Corona-Quiz. Köln hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, die er im Laufe der kommenden Wochen besucht und uns jeweils ein Foto schickt. Wir müssen erraten, um welche Sehenswürdigkeit es sich handelt. Der Preis für den schnellsten Ratefuchs ist ein Corona-Bier. Wer Zeit hat, nutzt das schöne Wetter und cruised in der Gegend, die anderen jagen nach Toilettenpapier.

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Mai
Die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW bildet wahrlich eine Herausforderung für jeden Verantwortungsträger unseres Chapters. Was ist unter diesen gesetzlichen Voraussetzungen und unter den gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen noch an Gemeinsamkeit und Chapterleben möglich? Diese Frage muß sich nicht nur der Vorstand sondern ein jeder ständig stellen. Glücklicherweise bietet der sonnige Frühling und der nahende Sommer viele Möglichkeiten, sich an der frischen Luft zu treffen; nicht mehr in großen Gruppen sondern maximal zu 10 Personen. Aber so nutzen wir jedes schöne Wochenende, auf unseren Bikes kleine Fluchten aus dem tristen Corona-Alltag zu unternehmen.

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Juni
Es ist warm, alle wollen raus. Die HOG informiert uns Woche um Woche, daß alle uns liebgewonnenen Harley-Events nach und nach abgesagt sind. Das Risiko, sich bei Massenveranstaltungen zu infizieren, ist einfach zu groß. Unsere Roadcaptains sind mustergültig und bieten jedes Wochenende Touren an. Dazu hat sich eine „Rentnergemeinschaft“ gebildet, die auch innerhalb der Woche schöne Touren durch das ganze Land unternimmt. So hat jeder mal die Möglichkeit, als Teil einer kleinen Gruppe an Ausfahrten teilzunehmen. Rüdesheim geht auch ohne Event!

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Juli
Angesichts des tollen Sommers können unsere Stammtische im Gartenbereich des Cockpit stattfinden. Die Teilnehmerzahl hat erwartungsgemäß stark abgenommen, aber den 60. Geburtstag unseres Directors wollen wir doch feiern. Ivonne hat einen ihrer berühmten Kuchenvariationen gebacken.
Fiel auch unser Poker Run im Frühjahr wegen Corona aus, so findet wenigstens unsere Sommertour in die Rhön statt. Die Roadcaptains waren fleißig und haben ausgefallene Routen für die Anreise ausgearbeitet. Schließlich ist der Weg das Ziel. Und im Unterschied zu unserem letztjährigen Besuch bei Daniela und Kai, spielt auch diesmal der Wettergott mit. Im Knotenpunkt von Hessen, Bayern und Thüringen lassen sich tolle Touren gestalten. Hier ist das wahre Bikerparadies.
Der Juli bietet auch Angelika die Möglichkeit, ihre Ladies zur LOH-Tour nach Landau zu führen. Trotz regnerischer Anfahrt bot sich den Mädels wohl an den 3 Tagen sowohl fahrerisch als auch kulinarisch und wohlfühltechnisch alles, was das Herz begehrt, inklusive Borat (die Teilnehmer werden wohl wissen, wovon ich rede). Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

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August
Jetzt ist auch noch der letzte Urlaubstraum zerstoben. Die geplante USA-Reise kann nicht stattfinden. Wir haben uns so darauf gefreut aber schließlich mußten wir einsehen, daß dieses Jahr wohl alle etwas zurückstecken müssen. Die Reisewarnungen des auswärtigen Amtes dehnen sich immer weiter aus bis hin zu einer weltweiten Reisewarnung. Also findet der Urlaub, und sei er noch so kurz und spontan, in Deutschland statt. Und da, wo die Hotels und Gaststätten ein entsprechendes Corona-Konzept ausgearbeitet haben und wir uns an die Spielregeln halten, kann es auch so Erholung und Entspannung geben.
Das Wochenende in Ürzig an der Mosel ist so ein kleines Highlight, das wir uns gönnen. Obwohl das Biker-Event Harley und Wein nicht stattfindet, nutzen viele Biker das herrliche Wetter dazu, die Mosel, die Eifel und den Hunsrück von Ürzig aus abzugrasen. Das abendliche Beisammensein bei einem leckeren Gläschen Wein rundet die schönen Tage ab.

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September
Der Eine oder Andere hat sich dann doch kurzentschlossen einen Urlaub in südlicher Sonne gebucht, um dem Corona-Blues zu entfliehen. Manche wählen dazu die heimischen Gefilde, andere entfliehen dem Alltag in Richtung Kärnten und wieder andere auf eine südliche Insel. Doch zur Abschlußtour in die Pfalz sind alle wieder an Bord. Dieses Jahr, so muß ich konstatieren, können wir uns wirklich nicht über schlechtes Wetter beklagen. So manche Abschlußtour wurde uns in den vergangenen Jahren schon regelrecht verhagelt, aber in diesem Jahr scheint der Herrgott ein Einsehen mit uns Bikern zu haben. Alle unsere Touren konnten mit dem Bike gefahren werden. Das ganze Jahr war geschaffen für Motorradfahrer. Das Cruisen durch die Landschaften hat uns die ungewohnte Zeit der Pandemie erheblich erleichtert. Wohl dem, der ein Bike sein Eigen nennt.
Aufgrund der Entfernung des Hotels zu Köln bot sich den Roadcaptains die Möglichkeit, den Weg als Ziel der Anreise auszugeben. Und so ritten wir in mehreren Gruppen uns ganz schon den Hintern platt, um es mal mit bildlichen Worten auszudrücken. Aber das ist doch genau das, was einen richtigen Biker ausmacht. Dazu ist die Harley geschaffen.
Gerade rechtzeitig zum Abendessen liefen alle am Hotel ein und nach einem kurzen Hallo ging es auch schon ans Eingemachte. Bevor wir uns den geistigen Getränken zuwandten, überreichte Michael die Patches des 5th Season Chapter Cologne an Claudia und Andreas Fabischack und Monika und Marcus Braun wurden als Anwärter aufgenommen. Herzlich willkommen im Chapter!

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Oktober
Leider steigen die Infektionszahlen wieder an. Die Bikersaison neigt sich langsam dem Ende zu. Die letzten Kurzurlaube in Corona-arme Gebiete werden angetreten, bevor der drohende Lockdown kommt. Daheim will die Sonne noch nicht aufgeben. Selbst am 31. Oktober strahlt sie noch von einem stahlblauen Himmel. Das lockt die letzten Unerschrockenen auf den Sattel und ab ins Bergische Land. Liegt die Eisdiele doch so nah.

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November
Es war ja irgendwie zu erwarten: der zweite Lockdown ist da, diesmal „light“. Jegliches Chapterleben wurde offiziell abgesagt, die geplante Weihnachtsfeier kann nicht stattfinden aber viele Unentwegte wollen, solange das Wetter Gelegenheit dazu bietet, die Bikes auszuführen und dem kommenden Winter trotzen. Sie lassen sich durch die Jahreszeit nicht von einer schönen Tour abhalten. Solange das Wetter mitspielt, wird samstags gefahren. Mein Bike hat leider schon den Batterietot angetreten. Da geht dieses Jahr gar nichts mehr. Ich motte das Bike ein und freue mich auf das nächste Jahr.

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Dezember
Die Weihnachtszeit naht. Nichts wars mit Lockdown light! Jetzt wird Deutschland dicht gemacht.
Alle kommen langsam zur Ruhe. ALLE? – Nein, ein einsames Paar läßt sich nicht unterkriegen. Jemand muß die beiden noch vom Bike holen. Freiwillig werden sie nicht aufhören, Meilen runter zu reißen. Ihr seid wahrlich die Härtesten unter der Sonne! Da wird sich der Head Road Captain sicher freuen und einen Satz Hinterreifen springen lassen.

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Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es war weiß Gott eines, das wir in der Form nicht noch einmal erleben wollen. Zum guten Schluß hat uns die Pharmaindustrie noch einen Hoffnungsschimmer mit auf den Weg ins Jahr 2021 gegeben. Ein Impfstoff nährt die Hoffnung, daß wir der Pandemie im Laufe des Jahres langsam Herr werden können. Ich gebe den Kampf nicht auf, damit wir so bald als möglich wieder unser gemeinsames Hobby als Chapter unter Freunden miteinander ausgiebig genießen können. Wir alle haben es mit unserem Verhalten selbst in der Hand. Gebt dem Virus keine Chance. Haltet durch! Schützt Eure liebsten und Euch selbst.

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Ich wünsche Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2021, auf daß wir uns bei bester Gesundheit im Frühjahr wieder auf gemeinsame Touren begeben können.

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Eurer Fred

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