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Wie leistet man am Unfallort Erste Hilfe? Weiß doch jeder – oder?
Na ja, jeder hat mal zumindest in der Fahrschule einen Erste-Hilfe-Kurs belegt. Aber das ist schon eine ganze Weile her. Und wenn wir ehrlich sind, so richtig wissen wir alle nicht, wie das mit dr stabilen Seitenlage war. Also ist es gut, wenn wir alle mal einen Auffrischungskurs für das Chapter anbieten.
Der Kontakt zu Walter Starke wurde durch Winnie hergestellt, der bereits beruflich beste Erfahrung mit ihm gesammelt hat. Reemt bot seine Werkstatthalle als Trainingsort an und passend am Tag vor dem Fahrsicherheitstraining beim ADAC trafen wir uns am Samstagmorgen, um einiges längst vergessenes wieder aufzufrischen.
Reemt hat die Halle mit allem ausgestattet, was wir für das Training so brauchen: Tische, Bänke, Getränke, Essen und das Wichtigste – Platz zum üben. Vielen Dank dafür!
Herr Starke erzeugt mit seiner Erfahrung und seiner lockeren Art sofort bei allen Aufmerksamkeit und Neugier, um die wichtigsten Maßnahmen am Unfallort durchzuführen. An sehr anschaulichen Beispielen werden uns verschiedene Unfallszenarien vorgeführt, die gerade ein Motorradfahrer vorfinden kann, wenn er an einen Unfallort kommt. Eine grobe Zusammenfassung der ersten Maßnahmen lauten:

– Absicherung des Unfallortes
– Prüfen der lebenswichtigen Funktionen des Unfallopfers (Ansprechbarkeit, Atmung, Puls)
– Stabile Seitenlage
– Benachrichtigung 112
– ggf. Herzdruckmassage

Das oberste Gebot dabei lautet: Keine Angst, daß man etwas falsches macht. Jede Hilfe ist besser als keine! Die ersten Minuten nach einem Unfall können die entscheidenden für das Überleben eines Menschen sein.

Unter diesem Motto zeigt uns Herr Starke an einigen Fallbeispielen, wie die stabile Seitenlage am einfachsten zu bewerkstelligen ist. Wir lernen, wie ein Unfallopfer aus einem Gefahrenbereich gezogen werden kann und wie einfach jeder mit kleinsten Maßnahmen dafür sorgen kann, daß die überlebenswichtigen Funktionen des Körpers so lange erhalten bleiben, bis der Rettungsdienst eintrifft. Selbst die Herzdruckmassage und die Beatmung kann an Dummy-Puppen geübt werden. Ein jeder kann mal ausprobieren, welcher Gegendruck eines Brustkorbes überwunden werden muß. Dabei darf keiner Angst vor Rippenbrüchen haben, die sind zwangsweise die Folge der Herzdruckmassage.

Man merkt an der regen Beteiligung, daß das Erste-Hilfe-Training für jeden eine willkommene Auffrischung des vor langer Zeit Erlernten ist. Und wenn das Training dazu dient, Hemmungen und Scheu vor der Erste-Hilfe-Leistung am Unfallort abbaut, so ist der Sinn und Zweck eines solchen Trainings erfüllt.
Unser Dank gebührt Herrn Walter Starke, der mit seiner lockeren und kompetenten Art uns die wichtigsten Maßnahmen am Unfallort gezeigt hat. Danke an Reemt für die tolle Location und Dank an alle, die mit ihrer Teilnahme an diesem Training dafür sorgen, daß hoffentlich wieder einige Ersthelfer mehr in Deutschland unterwegs sind.

 

 

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